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Geschichte des Posaunenchores Marienthal
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Geschichte des Posaunenchores der Pauluskirche Zwickau-Marienthal aus Anlass des 60. Jubiläums


Nach der Chorchronik gilt als Gründungsdatum der 3. Mai 1949. Möglicherweise war es eine Neugründung nach dem 2. Weltkrieg, wie bei so vielen der ehemals 500 Chöre in Sachsen, denn hinter der Orgel der Kirche lagerten Instrumente, die auf einen früheren Chor schließen lassen. Ein Pfarrer Erich Weigel aus Glauchau berichtet 1989 (ich hatte in einem Gemeindeabend zum Chorjubiläum damals um Zeitzeugen gebeten und seine Schwester, offensichtlich Marienthalerin mit dem ausgefallenen Namen Müller, veranlasste ihn dazu), dass sein Vater 1923 in einer Wohnung in der Hofer Str. 32 wöchentlich Proben abhielt. Die Erinnerung hat er, weil er als 11-jähriger beim Turmblasen auf dem windigen Turm der Paukuskirche die Ständer halten musste, auch im Gottesdienst habe der Chor hin und wieder geblasen. Erwähnung findet ein treuer Bläser namens Helmut Wenzel. Weigel spricht auch vom Einsatz eines Chores aus der Stadt. Dies bestätigt eine Zeitungsnotiz von 1931, die ich in den Unterlagen meines Großvaters Adolf (Leiter der SPM von 1898 - 1933) fand, dass im Ev. Vereinshaus "Zur Krone" (den späteren Marienthaler Lichtspielen MALI, heute Optiker Lukaczek) beim Elternabend der Knabenjungschar ein PC des CVJM die Gesänge begleitete und Volkslieder und Märsche vortrug. Wie dem auch sei: mit dem Choral "Ringe recht wenn Gottes Gnade" (Kuhlo I, Übungsstücke Nr. 5) begann in Marienthal 1949 wieder Posaunenmission.

Die Konfirmanden und Glieder der Jungen Gemeinde Reinhart und Gotthold Lange, Martin und Ernst-Hermann Gocht sowie Johannes Seifert gelten als Chorgründer. Der Pfarrerssohn Gotthold Lange und später sein Bruder Reinhart, Theodor Peine und Johannes Seifert waren von 1949 - 1957 leitend für den Chor tätig. Von 1957 - 1977 war Joachim Schneider aus Brand Chorleiter (linkes Bild 5. v.l.), seither der Unterzeichner. Die musikalische Leitung hat seit 2003 ehrenamtlich Kantor Matthias Grummet inne. Nach lückenhaften Aufzeichnungen sind in den 60 Jahren mindestens 74 Bläser aktiv gewesen.

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