Einrichtung eines Notgeläutes

Teilweise Aufhebung des Läuteverbotes

Bekanntermaßen müssen seit Ostern die Glocken unserer Pauluskirche schweigen, da ein sorgfältiges Schwingungsgutachten zu Tage gebracht hat, dass die Sicherheit des Geläutes unter den jetzigen Bedingungen nicht mehr gewährleistet ist.      →  Läuteverbot

Der Kirchenvorstand hat sich schweren Herzens diese Einschätzung auch zu eigen gemacht. Aber es ist offensichtlich, dass insbesondere der Glockenstuhl aus Winkelstahl den tragwerkstechnischen Anforderungen durch Korrosion, Überlastung und ungünstiger Konstruktion nicht mehr entspricht. Außerdem ist bei der Untersuchung der Glockenanlage auch der schlechte Zustand des Bodenaufbaus der Glockenstube sichtbar geworden.

Grundsätzlich wäre ein Neuaufbau der Glockenstube, ein neuer Holzglockenstuhl und ein neues dreistimmiges Bronzegeläut, wie es bei der Errichtung der Pauluskirche ursprünglich zu hören war, wünschenswert und sinnvoll.

Da wir aber nun schon seit längerer Zeit die Gesamtsanierung des Kircheninnenraums samt der technischen Anlagen anstreben, können wir zunächst die Komplettsanierung der Glockenanlage nicht voran treiben.

Mitglieder des Kirchenvorstands haben mit den Verantwortlichen der Landeskirche folgenden Weg abgestimmt, der zum einen ein „Notgeläut“ ermöglicht, aber auch eine langfristige und solide Erneuerung der Glockenanlage in den Blick nimmt:

a) Durch Minderung des Schwingungswinkels der großen Glocke und diverser Sicherungsmaßnahmen am Glockenstuhl wird ein Notgeläut ermöglicht, was aus dem einstimmigen Geläut der großen Glocke besteht. Die große Glocke soll wenigstens zu den Gottesdiensten, Trauungen, Trauerfeiern und anderen kirchlichen Amtshandlungen zu hören sein. Allerdings ist mit der teilweisen Aufhebung des Läuteverbotes die Auflage verbunden, dass die Anlage halbjährlich durch den Tragwerksplaner geprüft wird.

b) Innerhalb der Gesamtsanierung der Pauluskirche wird der Neuaufbau der Glockenstube und der Einbau eines hölzernen Glockenstuhls in die Gesamtplanung mit aufgenommen. Dabei wird der Holzglockenstuhl so konzipiert, dass er ein dreistimmiges Geläut mit drei der vier derzeit vorhanden Gußstahlglocken aufnehmen kann.

c) Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn es unsere finanziellen Möglichkeiten wieder erlauben, können dann ohne weiteres die Stahlgußglocken durch ein Bronzegeläut ersetzt werden.

Im Namen des Kirchenvorstandes
Pfarrer Anselm Meyer

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.